Für anständige Sprache entschuldigt man sich nicht

https://www.flickr.com/photos/darkdenver/5699941833

Ich weiß nicht, wie oft ich schon hören musste, was angeblich am Aufstieg der Rechten schuld ist. Die „politische Korrektheit“ soll es gewesen sein, zu viel „Identitätspolitik“ habe den Einsatz für die „einfachen Arbeiter“ oder die „Mitte der Gesellschaft“ vergessen lassen. Übersetzen wir das mal ins Deutsche: Der Kampf für die gleichen Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben und Menschen mit anderer Hautfarbe soll dazu geführt haben, dass Mitte-Links-Parteien Hedgefonds den Teppich ausgerollt, am Sozialstaat gespart und Löhne einem Wettbewerb nach unten ausgesetzt haben. Was für ein Unsinn!

Globalisierungskritik von rechts ist aufs Schärfste abzulehnen

Gründe für die ungerechte Wirtschafts- und Sozialpolitik der vergangenen Jahrzehnte waren neoliberales Denken und die Machtverhältnisse einer ungeregelten Globalisierung. Eine neue Bertelsmann-Studie hat gerade gezeigt, dass in den Wahlerfolgen der rechten Parteien auf eine hässliche und sehr destruktive Art Protest gegen die Art von entfesseltem globalen Markt zum Ausdruck kommt, die wir in den letzten Jahren erlebt haben. Das ist zwar nicht überraschend, aber insbesondere bitter für die Menschen, die sich aus sozialen und ökologischen Motiven schon seit Jahren gegen eine rein kapitalistisch getriebene Globalisierung gestellt haben. Die Globalisierungskritik von rechts ist aufs Schärfste abzulehnen. Nationalismus ist keine Lösung, sondern ein gefährlicher Irrweg. Aber internationalen Handel und Austausch in Kooperation wird es nur dann weiter geben, wenn wirklich alle davon profitieren, wenn wir den Handel zum Vorteil der Menschen, der Umwelt, der Arbeitnehmer und der Städte und Gemeinden gestalten! Wenn uns das nicht gelingt, dann fällt die Welt zurück in den nationalen Egoismus, in den kollektiven Identitätsrausch und den Hass gegeneinander.

Den Kampf für die gleichen Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben und Menschen mit anderer Hautfarbe für die Probleme des Rust Belt oder der alten Industriestädten Englands verantwortlich zu machen, ist eine falsche und hochgefährliche Sündenbock-These. Leider gibt es sie rechts wie links.

Der Gleichstellungskampf richtet sich gegen niemanden, er schützt Menschen vor Diskriminierung.

Die Rechte kanalisiert die oft ungerichtete Wut vieler Menschen über frustrierende Verhältnisse auf selbstbewusste Frauen, Menschen anderer Lebensstile oder anderen Aussehens. Sie fantasiert sich ein „Volk“ zurecht, das von einer imaginären „Elite“ gegängelt wird und ignoriert, dass der Gleichstellungskampf mitten aus eben dieser Bevölkerung kommt und in ihr heute auch mehrheitlich fest verankert ist. Nicht die rechten Fantasten, sondern „wir“ wären also das „Volk“, wenn man diesen heute so oft missbrauchten Satz denn guten Gewissens noch benutzen könnte. Wenn die AfD ihren Wahn als „Mut zur Wahrheit“ gegen „politische Korrektheit“ annonciert, sollten Linksliberale einen solchen demagogischen Unsinn nicht kleinlaut in ihre Sprache übernehmen, sondern klar zurückweisen. Der Gleichstellungskampf richtet sich gegen niemanden, er schützt Menschen vor Diskriminierung, Verhöhnung und Gewalt.

Auf der Linken beklagt man derweil, die „soziale Frage“ sei vergessen worden und sieht die Schuld bei zu vielen Frauenbeauftragten oder Gay Pride Paraden. Mit Verlaub: Wer soziale Fragen und kulturelle Anerkennung gegeneinander ausspielt, hat vor der neuen Rechten bereits kapituliert. Und: Kein soziales Problem rechtfertigt, die Wut darüber an Frauen oder Eingewanderten auszulassen.

In Deutschland darf man fast alles von sich geben, einschließlich des vielen Online-Unrats unserer Tage, der den Namen „Meinung“ kaum verdient

Nach einer neuen Umfrage glaubt mittlerweile jeder zweite Deutsche, er dürfe nicht mehr offen seine Meinung sagen. Das zeigt, wie weit sich das Klischee der Meinungsdiktatur bereits durchgesetzt hat. Dabei gilt, man darf in Deutschland fast alles von sich geben, einschließlich des vielen Online-Unrats unserer Tage, der den Namen „Meinung“ kaum verdient. Ja, offene und rohe Diskriminierungen in der öffentlichen Sprache wurden zurückgedrängt. Dabei geht es allerdings schlichtweg um  Selbstverständlichkeiten des Anstands, um einen respektvollen Umgang miteinander. Denn was wollen die Sarrazins dieses Landes so dringend wieder „sagen dürfen“? Sie weisen die Zumutung zurück, den einzelnen Menschen zu unterscheiden. Eingewanderte seien kriminell, Frauen irrational – so etwas dürfe man „doch wohl noch sagen“. Sollte man nicht, denn jeder Mensch ist anders und hat einen respektvollen Umgang als Einzelner verdient. Und wer solche Anstandsregeln als „Diktatur“ empfindet, der will die elementaren Grundwerte unserer Gesellschaft nicht verstehen.

Keine Diskriminierung nach Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Identität oder Religion, das sind Werte unseres Grundgesetzes und der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte. Dafür entschuldigt man sich nicht. Diese Werte hat auch keiner „zu weit getrieben“. Schließlich maßt der Staat sich immer noch an, die Liebe zwischen zwei Menschen je nach Geschlecht anders zu beurteilen. Immer noch haben Frauen ökonomisch und gesellschaftlich weniger Möglichkeiten als Männer. Immer noch wird nach Hautfarbe und Herkunft diskriminiert. Da gilt es weiter zu streiten und nicht erschrocken innezuhalten, weil ein Günter Oettinger sich von einer fantasierten „Pflicht-Homoehe“ bedroht fühlt und für derartigen Unsinn ein paar hässlich enthemmte Beifalls-Lacher erntet. Und ja, auch gegen Salafisten und Islamisten verteidigen wir diese Werte; das sei den echten oder automatischen Trolls vorab gesagt, die sich schon gleich wieder unter diesem Artikel versammeln werden.

Eisenbahnen in Deutschland fahren doch schon seit über 100 Jahren mit Unisex-Toiletten

Fragt man sich selbst geißelnde Liberale nach Beispielen für angebliche Übertreibungen des Gleichstellungskampfes, wird es absurd: Unisex-Toiletten! Sie sollen also nun am Aufstieg der europäischen Rechten schuld sein. Unisex-Toiletten haben Tradition. Die Eisenbahnen in Deutschland fahren doch schon seit über 100 Jahren mit diesen WCs.

Alle Parteien links der Mitte haben Grund zur Selbstkritik. Aber nicht weil sie den Antirassismus oder den Feminismus zu weit getrieben haben. Es gibt auch die vielen Millionen Menschen, die Trump nicht wegen, sondern trotz seiner Hetze gewählt haben. Weil er ihnen das soziale Versprechen gegeben hat, das sie Hillary Clinton nicht mehr geglaubt haben. Ähnliches sehen wir auch bei den Wählern des Brexit, des Front National, der FPÖ. Auch meine Partei kann besser darin werden, Menschen in die zusammenwachsende Welt mitzunehmen. Angst um Jobs oder Lebensgewohnheiten ist verständlich und legitim. Sie existiert in den Biotopen der Besserverdiener genauso wie bei denen, die ohne Erbschaften und Papas Connections in die Welt ziehen müssen. Verlierer von Veränderung brauchen faire Chancen und Hilfe, keine kalte Schulter. Auch beim ökologischen Strukturwandel.

Universale Menschenrechte sind keine Übertreibung, sondern der zivilisatorische Standard, den es nun zu verteidigen gilt

Also raus aus den „eigenen“ Milieus, aber mit der richtigen Botschaft! Universale Menschenrechte sind keine Übertreibung, sondern der zivilisatorische Standard, den es nun zu verteidigen gilt. Handel muss fair und gerecht sein, soziale Ungleichheit darf nicht aus dem Ruder laufen. Wenn ich die zerknirschte Linke nach dem Trump-Trauma höre, frage ich mich, ob sie das Kämpfen und Streiten komplett verlernt hat. Als ich jung war, wurde man noch nicht von Social Bots, sondern vom Ministerpräsidenten persönlich verunglimpft. Franz Josef Strauß wollte „rote Ratten“ in „ihre Löcher“ verjagen, war stolz „kalter Krieger“ und kein „warmer Bruder“ zu sein, und hielt Demokratisierung für Anarchie. Welcome Back to the Future.

Die Kurzfassung des Textes erschien in der Frankfurter Allgemeinen am 9. Dezember 2016: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gruenen-fraktionschef-anton-hofreiter-ueber-linke-14565473.html

Autor

Fraktionsvorsitzender

13 Kommentare

Detlef Grieser

Neujahrsgrüße
von einem hier in Deutschland schon länger lebenden Hell Deutschen
an die gewählten Volksvertreter
Ein weiter so Ihrer Politik wird Deutschland weder politisch noch
kulturell überleben. Ich möchte nicht jeden Tag lesen: Südländisch
aussehende haben vor Kindern onaniert, Kleinkinder ins Gesicht
getreten, Männer oder Frauen, Kinder und Jugendliche wegen einem
Smartphone, Zigarette, Handtasche oder einfach mal so
zusammengeschlagen. Heranwachsende oder Frauen mehr oder weniger
brutal vergewaltigt, begrapscht und ausgeraubt. Rauschgift
unbehelligt an Jugendliche verkauft, im Auftrag des IS
Terroranschläge in Deutschland verübt oder vorbereitet. Ich möchte
nicht mehr hören, alles nur Einzelfälle bei 250000 Delikten.
Strafen der Justiz sind einfach nur lächerlich, Urteile werden zum
Eigenschutz gefällt. Noch jetzt können Terroristen von A nach B
fahren, weil es geschweige in Deutschland noch Europa einheitliche
Datenbanken gibt. Und wenn man sich eigentlich sicher ist, dann fehlt
wieder ein Gesetz um den Festzusetzen. In Deutschland werden ca. 50%
der Rentner eine staatliche Grundsicherung erhalten. Für Migranten,
die auf Jahre dem Steuerzahler auf der Tasche liegen (80% der Muslime
in Europa leben von Sozialleistungen) werden, muss der Steuerzahler
ca. 2000000000,00 € allein 2017 berappen. Die schwarze Null steht,
Haha, mit allem Drum und Dran hat die BRD ca. 6 Billionen €
Schulden. Bringen Sie wieder Ordnung in Deutschland rein.
Kontrollieren Sie wer nach Deutschland kommt, schicken Sie die sofort
zurück, die Ihren Ausweis ,verloren, haben. Wer schon hier ist und
eine Straftat(deutscher Standard)begeht, sofort in Abschiebehaft.
Holen Sie die Migranten nicht vor der libyschen oder ägyptischen
Küste ab. Boote abfangen, Migranten zurück und Boote vernichten.
Holen Sie Leute ins Land, die wirklich eine Bereicherung sind.
Kümmern Sie sich mehr um die, die Steuern zahlen, und trotzdem noch
zum Sozialamt gehen müssen. Machen Sie wieder ein Deutschland ohne
Betonklötze, Taschenkontrollen, Absperrgittern, ohne
Maschinenpistolen vor deutschen Kirchen und auch wieder mal freie
Tage für die Polizei zu Weihnachten und Silvester.
Laut
Gauck bin ich nach dem versenden des Textes ein Dunkel Deutscher ,
für Gabriel das Pack. Ich denke, es sind ehrliche Worte, die vielen
Deutschen aus der Seele sprechen.

Ulrich Sudmeyer

Dieser Text von Herrn Grieser spricht mir aus der Seele, der Verfasser hat Recht mit allem. Auch ich lasse mich nicht in die rechte Ecke drücken, nur weil ich die Nase voll habe von der unglücklichen Willkommenspolitik und den vielen Straftaten zugewandeter Menschen. Alles angeblich nur „Einzelfälle“ ??? Da kann ich nur lachen. Sie sitzen in Ihrem gemütlichen Wohnzimmer, ich habe die Silvesternacht 2015 in Köln hautnah miterleben müssen…. Auch nur „Einzelfälle“ ? Jetzt meldet sich auch noch Frau Peters und verurteilt den Begriff „Nafris“ und „Nordafrikaner“ als rassistisch. Ja gehts denn noch ? Ich bin Mitteleuropäer. Was ist an derartigen Begriffen schlimm ? Auch fragt Frau Peters nach der Verhältnismässigkeit am Verhalten der Kölner Polizei in der Silvesternacht 2016. Sie hätte gerne dabei sein können, ob sie dann auch so einen Blödsinn von sich gegeben hätte. Machen Sie sich die Worte von Herrn Gauck zu eigen „wir können nicht alle aufnehmen. Syrische Kriegsflüchtlinge ja, aber keine Nordafrikaner. Die Sorgen und Bedenken der deutschen Bürger ignorieren Sie konsequet. Mit Ihrer Politik stärken Sie Parteien wie NPD und AFD. Denen treiben Sie durch Ihr Verhalten die Wähler zu.

h.g.

Den Beiträgen von den Herren Grieser und Sudmeyer meine vollste Zustimmung.
Der Hinweis von Hofreiter auf die sog. „Unisex“ Toiletten der Bundesbahn wirkt reichlich lächerlich und kann las seriöse Argumentation keine Verwendung finden. In dem Themenverzeichnis der Grünen Internetpräsentation findet sich im Themenverzeichnis richtigerweise zwar der Hinweis auf den Rechtsextremismus, während Linksextremismus, Islamismus, sowie weitere, bei den Grünen wohl nicht auf dem Index stehende Formen des Extremismus unerwähnt bleiben. Sollte in einer Demokratie nicht Extremismus jeglicher Coleur an den Prangert, oder gibt es hier Unterschiede.
Da meine diesbezügliche Anfrage auf dieser HP bislang stets unbeantwortet blieb, könnte Herr Hofreiter hier einmal tätig werden.

Merlin Lischke

Super-Artikel!
Gerne hätte ich ihn ausgedruckt, um in meinem Umfeld die weiterzugeben.
Ich hab aber keine Ausdruckmöglichkeit gefunden und ich mag diese abkopierei satt, wegen der ewigen Nachbereitung. Macht mal bitte so nen direkt-Ausdruck-Button dazu. Wär gut und nett von Euch. Nicht alle sind so in den neuen Medien – und vielleicht wollen sie es auch nicht?!
Beste Grüße an Euch
und klar an Toni Hofreiter
der Merlin
aus Berlin

h.g.

So wie Merlin Lischke kann man sich den, für die Grünen, optimalen Grünen-Wähler vorstellen. Realitätsfern, sowie unkritisch und blind den linksorientierten Grünen und ihrer Ideologie hinterher hecheln. Es wäre interessant zu erfahren, was er an dem Artikel so super findet. Wenn Hofreiter in seinem Artikel von elementaren Grundwerten, Respekt und Anstand spricht, aber Kritiker seines Artikels vorab als Trolle diffamiert, wiederspricht sich selbst und über seine Haltung gegenüber demokratischen Spielregeln nachdenken. Aber Merlin findet wohl auch dies super.

h.g.

Da Merlin offensichtlich Probleme mit dem Ausdruck hat: Artikel von Hofreiter markieren, auf Word kopieren und ohne weitere Nachbearbeitung ausdrucken. Ist ganz einfach, sollte eigentlich jeder können, der einen PC benutzt und so neu ist das Medium auch nicht. Ob es sich bei dem Artikel, der nichts weiter, als eine Anreihung von linksideologischen und zugleich hohlen, leicht zu widerlegenden Phrasen darstellt, allerdings lohnt, ist eine andere Frage. Für stramme, linksorientierte Mitläufer, die es vorziehen andere für sich denken zu lassen, ein „Super-Artikel“.

Andreas Liepold

Klima

Wenn Ihr die LKW-Strom nützt, reicht der Strom hinten und vorne nicht. Wenn alle
Atomkraftwerke weg sind, müßt Ihr den Strom im Ausland einkaufen, nämlich
3Millionen pro Tag: Das heißt wir bezahlen den Strom pro Haushalte nicht
mit 500 000.- pro Monat.

Wir Brauchen Atomkraftwerke.

Und du Herr Hofreiter mit den anderen 6 Chefs habt ihr keine Ahnung von
der Politik.

BuFiPo

Manche Beiträge erklären sich von selbst….

Schön wäre es, wenn wir uns mit Tatsachen auseinandersetzen bzw. beschäftigen würden, anstatt mit Halbwahrheiten und anderen „an den Haaren herbeigezogenen“ Behauptungen.

Wer sich für Asyl, Zuwanderung bzw. Beschäftigung (nicht nur von Ausländern) interessiert, dem empfehle ich die Seiten des Bundesministerium des Innern und die des Bundesministerium für Arbeit u. Soziales. Auf deren Seiten finden sich die notwendigen Informationen über Einreise, Aufenthalt, Asyl und Beschäftigung/Zutritt zum Arbeitsmarkt, bzw. die Voraussetzungen dafür.

Dort erfährt man auch, dass die Bundesregierung schon heute entsprechende Anwerbeprogramme, z. B in Vietnam, durchführt, um die dort lebenden Menschen für eine Tätigkeit im Pflegebereich zu gewinnen.

Andererseits haben wir in Deutschland, aber auch in den anderen Ländern Europas (Spaniens Jugendarbeitslosigkeit beträgt bis zu 50%), mit erheblichen Problemen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. Lohndumping, Sklaverei und andere unmenschliche Arbeitsbedingungen sind an der Tagesordnung (z.B. Spezialitätenköche aus China, die keine sind, Werkverträge die das Papier nicht wert sind auf denen sie geschrieben sind). Eine Bekämpfung dieser illegalen Machenschaften findet „gelinde gesagt“ „gewollt nicht statt“ (siehe div. kleine Anfragen – aus denen auch keine großen Anfragen werden).

Die Frage müsste deshalb lauten, wie gehen wir mit Kriegs- oder anderen Sozial-/Hilfsbedürftigen (ugs. Wirtschaftsflüchtlinge) (künftig) um?

Als „Wähler“ wundert es einen natürlich, wenn man nachliest, dass sich überwiegend junge Männer bzw. minderjährige unbegleitete Kinder unter den Flüchtlingen befinden. Das lässt Fragen zu…

aber auch viele andere Nationalitäten – aus Afghanistan, Afrika (u.a. Nigeria, Eritrea, Kongo, Elfenbeinküste usw.), Pakistan, Indien und sogar aus der Türkei versuchen in Deutschland anzukommen.

Viele dieser Menschen werden von Schleusern nach Europa geführt. Für mehrere tausend Euro/Dollar – in vielen Ländern wird in den Gemeinden dafür gesammelt – man hofft darauf, dass es einen der Auserwählten gelingt Fuss zu fassen – organisieren internationale kriminelle Banden die „Tour de Europe“ – ein Milliardengeschäft.

In Deutschland – wo selbst über 11 Mio Menschen auf staatliche Hilfe bzw. soziale Leistungen angewiesen sind – verschwinden sie auf dem illegalen Arbeitsmarkt, bzw. Frauen/Mädchen in der Prostitution.

Wie löst man humanitäre und wirtschaftliche Probleme in den Fluchtländern? – mehr Entwicklungshilfe oder andere staatliche Hilfen? – auch hier muss doch die Erkenntnis vorliegen, dass das Geld nicht dort ankommt wo es soll. In vielen dieser Länder gehört Korruption zum Tagesgeschäft und dubiose Staatschefs- oder Rebellenführer wirtschaften in die eigene Tasche.

Das größte Problem ist aber, so lange in Deutschland – so hart es klingen mag – soziale Leistungen für „ankommende Flüchtlinge – egal ob Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlinge – dass soziale und finanzielle Füllhorn ausgeschüttet wird, umso mehr werden sich auf den Weg zu uns machen. Weiter heisst dass, es kann nur eine zeitlich befristete Bleibeperspektive geben – und zwar nur so lange, bis eine Gefahr für Leib und Leben nicht mehr zwingend besteht und keinen Zutritt zum Arbeitsmarkt – denn eine wirkliche Integration hat es in D noch nie gegeben.

Was das Thema „Atomstrom“ angeht – vor Jahren berichteten Forscher, dass wenn man die Fläche der Bundesrepublik mit Solar- od. Photovoltaik „zupflastern“ würde, darüber hinaus auch noch Wind- u. Wasserkraft bis zum Anschlag nutzen würde- würde diese Mengen alternativer Energie nicht ausreichen uns mit dem notwendigem Strom zu versorgen – wir werden also – entgegen aller (politischen) Aussagen – Atomstrom aus unseren Nachbarländern zukaufen – die bauen ja fleissig mit EU-Zuschüssen,

oder wir stecken Milliarden in die Forschung – nicht nur für regenerative Energien (u.a. Flächenverbrauch für Nahrungsmittel), sondern auch für hochmoderne Technologien (z.B. Fusionsreaktoren usw.).

Nur eines sollte man nicht – die Menschen für dumm verkaufen – dass kann übel enden – wie wir – noch in Erinnerung haben……

Niklas

Ein wunderbarer Artikel, der mir wirklich aus der Seele spricht! Nein, elementare Höflichkeitsformen, faktenbasierte Diskussionen und eine respektvolle Gesprächskultur sind keine Meinungsdiktatur.
Jede Person darf in Deutschland ihre Meinung äußern – aber vielen Leuten hauptsächlich von rechter Seite ist anscheinend nicht bewusst, dass dieses Recht für alle gilt und das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht das Recht auf unwidersprochene freie Meinungsaußerung enthält. Und wer aus meiner Sicht solch unmenschliche Forderungen wie das Schießen auf Flüchtlinge an der Grenze stellt, dem wird in einer pluralistischen demokratischen Gesellschaft von vielen widersprochen werden, die anderer Meinung sind. Wer diesen Widerspruch mit einer Meinungsdiktatur oder Political Correctness gleichsetzt, hat das Prinzip freier Meinungsäußerung in meine Augen nicht verstanden. Jede*r kann politisch inkorrektes sagen – er*sie wird sich damit nur unbeliebt machen. Aber freie Meinungsäußerung beinhaltet nun mal nicht das Recht, für seine Meinung beliebt zu sein.

h.g.

Der Artikel, den Niklas für wunderbar hält, ist lediglich eine Ansammlung von Worthülsen und Rundumschlägen. Meine Meinung hierzu habe ich bereits weiter oben geäußert. Allerdings scheint noch Niklas noch nicht mitbekommen zu haben, dass die Meinungsfreiheit in erster Linie von Links und nicht von rechts torpediert wird. Auch wenn ich die AfD mit ihrem Hang nach Rechtsaußen für nicht regierungsfähig halte, so hat sie dennoch das Recht sich ungehindert zu versammeln, Plakate aufzuhängen, sowie anderweitig ihre Meinung zu äußern, woran sie allerdings von
Grüner und linker Seite, auch mit gewalttätigen Aktionen, incl. Angriffe auf Personen und Sachbeschädigungen behindert wird. Wenn Niklas richtigerweise eine Forderung, wie das Schießen auf Menschen anprangert, so sollte er nicht vergessen, dass es einen derartigen Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze gab. Verantwortlich hierfür war die damalige SED, die sich nach wiederholter Umbenennung z.Zt. Die Linke nennt, immer noch mit Altkommunisten aus der DDR-Ära gespickt ist, Hofreiter, weitere prominente Grüne, wie auch die Grüne Jugend und Teile der SPD sich aber dennoch offen für eine Koalition mit dieser Partei zeigen. Vermutlich ist die Aussicht auf lukrative Pöstchen größer als die Moral, die man wie eine Monstranz vor sich herträgt. Haben die Grünen nicht schon in der Rot/Grünen Schröderregierung etliche Prinzipien entsorgt, um weiter, bestens versorgt in Amt und Würden zu sein. Was geht’s eigentlich Joschka Fischer? Aktuell wird jeder, der von einer sog. Leitkultur spricht, angefeindet und dahingehend belehrt, dass im Grundgesetz bereits alles stehen würde. Da wohl kaum jemand das Grundgesetz in Gänze liest, ist es sinnvoll dies in einer gerafften Form, die auch Leitkultur, oder Wertekonsens genannt werden kann, allen zukommen zu lassen, damit ein freiheitlich, demokratisches Miteinander unter Wahrung der hiesigen Gesetze und Gebräuche gewährleistet ist. Wer dies infrage stellt, überlässt das Feld Parteien, wie der AfD und braucht sich nicht über deren Wahlerfolge zu wundern. Sieht man sich einmal ein worum es in der sog. Leitkultur geht, so ist erkennbar, dass es um elementare Höflichkeitsformen, eine respektvolle Gesprächskultur, sowie weitere Punkte geht, die eine Demokratie ausmachen.

Wimbert

Der Niklas mag den Toni reiten, aber der Ali ist halt scharf auf blonde Jungfern. So schaffen wir Allianzen.

G.M.

Grüße,
habt ihr euch mal gefragt warum in Köln an Sylvester „die Post“ abging, warum viele Personen mit arabischem Hintergrund dort auftauschten, per Bahn usw.
Weil z.B. in Frankreich, Straßburg keine Autos in der Sylvesternacht brennen konnten, da dort der „Ausnahmezustand“ herrscht.
D.h. das übliche Feuer legen, Feuerwehr angreifen usw. ging nicht, da Polizei Gendarmerie und Militär vor Ort waren.
„Also, ab nach Kölle“
So lange die Grünen als oberstes Ziel die „Ehe für Alle“ fordern, in alter Claudia Roth Tradition, so lange werden sie nicht als Regierungsfähig angesehen.
Jeder hat Angst Pflichten für Rechte einzufordern.
An den sozialen Reformen, der Agenda 2010 waren auch die Grünen beteiligt, oder hat Joschka sich dagegen ausgesprochen?

Manfred

Zum Thema : wir brauchen Atomenergie: Tschernobyl und Fukushima schon vergessen? Und wohin mit den radioaktiven Abfällen? Wir haben immer noch kein Endlager in Deutschland, die Suche danach hat noch nicht wirklich begonnen. Und der Abfall soll eine Million Jahre sicher lagern. Wir kriegen nicht einmal einen Flughafen fertig, wie soll das gehen???
An der Atomenergie verdient nur der Betreiber, für den Dreck zahlt der Steuerzahler.
Denkt an eure Kinder. Was für eine Welt wollt ihr ihnen hinterlassen?

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